Schmerzen
Eine MS muss nicht, kann aber Schmerzen auslösen, sei es als direkte Folge der Krankheit oder ausgelöst durch ein anderes MS-Symptom. Schmerzen in Muskeln, Gelenken, Sehnen und Bändern treten oft im Zusammenhang mit Spastiken auf, wenn sich die Muskeln verkrampfen. Auch Gesichtsschmerzen (Trigeminusneuralgie) können eine Folge von MS sein. Verschiedene Betroffene leiden unter unregelmässig auftretenden Schmerzen, die stichartig einschiessen oder sich in Form von Missempfindungen wie Kribbeln oder Brennen in Fingern, Zehen oder Muskeln äussern. Diese Beschwerden können mit Medikamenten oder Salben behandelt werden. Bei Problemen mit dem Bewegungsapparat wie Spastiken oder einseitigen Belastungen des Körpers durch Fehlhaltungen, ist eine Physiotherapie oder eine passende Körpertherapie angebracht.
Die moderne Schmerztherapie legt viel Gewicht auf das eigene Schmerzmanagement. Die Patienten beobachten die Schmerzen regelmässig und versuchen sie selbst unter Kontrolle zu halten mit Meditation, Massagen, oder anderen sanften Behandlungsmethoden. Ist der Schmerz stark oder droht chronisch zu werden, braucht es eine medikamentöse Therapie, die durch den Arzt oder die Ärztin verordnet werden muss.

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