Das MRI und seine Bedeutung
Eine Multiple Sklerose wird heute in den meisten Fällen mittels Magnet-Resonanz-Tomografie oder MRI (Magnet-Resonanz-Imaging) diagnostiziert. Im MRI finden sich bei der MS weisse und/oder dunkle Punkte im Bereich des Markes. Sie liegen typischerweise gehäuft um die Hirnventrikel angeordnet, können aber überall im Hirn- und/oder Rückenmark auftreten.
Die Anzahl dieser Herde kann von einem kleinen zu vielen grösseren variieren, die ineinander übergehen, was auf das Stadium und den Schweregrad der Erkrankung hinweisen kann. Häufig zeigen sich Entzündungsherde von verschiedenem „Alter“. Es gibt solche, die noch frisch entzündet sind, und Kontrastmittel aufnehmen und andere, die bereits auf eine Entzündung des betroffenen Hirnareals vor einigen Monaten hinweisen und sich dem Aussehen der Flüssigkeit annähern, die das Hirn umgibt.
Bei einem ersten Schub können im MRI oft ältere Entzündungsherde gefunden werden, was darauf hinweist, dass sich nicht jede Entzündung als klinischer Schub mit Symptomen zeigen muss ("stiller" Schub). Wahrscheinlich überleben in oder um den Entzündungsherd Nerven, die ihre Funktion weiter erfüllen.
Wenn sich in einem MRI einerseits mehrere, andererseits verschieden alte Entzündungsherde zeigen, kann die Diagnose einer MS gestellt werden.

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