Unsicherheiten
Bei einem erstmaligen Schub mit nur einem Symptom sprechen die Ärzte von einem Clinically isolated Syndrome (CIS) – klinisch isolierten Syndrom. Dabei steht noch nicht fest, ob sich daraus eine MS entwickeln wird. Wenn im MRI Entzündungsherde an mehreren Lokalisationen festgestellt werden können, ist die Wahrscheinlichkeit grösser, dass ein zweiter Schub auftritt.
Wenn nach einem CIS nur geringe Symptome bestehen und die Selbständigkeit im Alltag, die Geh- und die Arbeitsfähigkeit erhalten bleiben, kann der weitere Verlauf abgewartet werden, ohne dass sofort eine Therapie begonnen wird. Wichtig ist es, den weiteren Verlauf gut zu beobachten (z. B. mittels MRI-Aufnahmen), damit der ideale Zeitpunkt für einen Therapiebeginn nicht verpasst wird.
Eine gesicherte Diagnose ist für viele Betroffene eine Erleichterung, weil sie sich dann auf die neue Situation einstellen können. Auf der anderen Seite leben auch viele Personen über längere Zeit Beschwerde frei, obwohl bei ihnen ein CIS diagnostiziert wurde.

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