07.12.2011

Gut betreut, ist halb behandelt

Therapietreue ist ein zentraler Faktor für den Erfolg einer MS-Behandlung. Italienische Forscher haben nun herausgefunden, dass die sogenannte Compliance wesentlich davon abhängt, wie zufrieden Betroffene mit dem behandelnden Arzt sind.

Die medikamentöse Therapie fordert von Multiple Sklerose Betroffenen einiges ab: Zum einen muss sie in vielen Fällen gespritzt werden, was für Menschen mit Spritzenangst eine Überwindung darstellt, zum anderen ist die erhoffte Wirkung nicht immer unmittelbar spürbar.

Die behandelnden Ärzte und das Praxispersonal spielen eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, MS-Betroffene zu motivieren und ihnen zu erklären, weshalb es sich lohnt, die Hürden in Angriff zu nehmen. Zu diesem Schluss kam eine kürzlich publizierte Studie, in der italienische Wissenschaftler Menschen mit MS zu ihren früheren Behandlungen und den Gründen für deren Abbruch befragten. Dabei zeigte sich deutlich: das Vertrauen zum medizinischen Personal – insbesondere das Verhältnis zum behandelnden Arzt – ist ein zentraler Faktor für die Therapietreue. Wer sich bei seinem Arzt verstanden und gut betreut fühlt, befolgt auch eher dessen Rat.

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