07.12.2011

Innerlich zur Ruhe kommen

Das Leben bringt verschiedenste Herausforderungen mit sich. MS-Betroffene können davon ein Lied singen. Und ausgerechnet wenn eine Situation Gelassenheit und Ruhe erfordern würde, nehmen Hektik, Unsicherheit oder Angst oft überhand. Entspannungsverfahren wie die Progressive Muskelentspannung helfen, angesichts von Belastungen innerlich im Gleichgewicht zu bleiben. Probieren Sie’s aus.

Anfang des letzten Jahrhunderts entdeckte der amerikanische Arzt Edmund Jacobson, dass zwischen dem physischen und psychischen Befinden eines Menschen und der Anspannung seiner Körpermuskulatur eine direkte Beziehung besteht. Basierend auf dieser Erkenntnis, hat er die progressive Muskelentspannung entwickelt, ein Entspannungsverfahren, bei dem einzelne Körperpartien nacheinander bewusst an- und wieder entspannt werden. Dabei lenkt man die Konzentration auf die unterschiedlichen Körperwahrnehmungen, die mit den Wechsel von An- und der Entspannung einhergehen, um so einen Zustand innerer Ruhe und körperlicher Gelöstheit zu erreichen. Mit etwas Routine kann man den Entspannungszustand in allen erdenklichen Situationen herbeiführen – bei Stress, Unruhe, aber auch bei Schmerzen, Verspannungen oder Schlafproblemen. Die Übungen sind leicht zu erlernen – am besten in einem Kurs oder alternativ mit einer Anleitung auf CD. Auch im Internet findet man – oft kostenlos – entsprechende Übungen: im MP3-Format, als Video oder als App.

Hinweis: Die progressive Muskelentspannung sollte nicht angewendet werden bei akuten Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes und Blutphobien.

Buchtipps:

Friedrich Hainbuch: Progressive Muskelentspannung. Gräfe & Unzer 2011.

Douglas A. Bernstein, Thomas D. Borkovec et al.: Entspannungstraining. Handbuch der Progressiven Muskelentspannung. Klett-Cotta 2007.

Ulrike Sammer: Halten und Loslassen. Die Praxis der progressiven Muskelentspannung. Patmos 2006.

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