07.12.2011

Neue Perspektiven für die Diagnostik

Multiple Sklerose wird bisher meist mittels einer Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) diagnostiziert. Dies könnte sich vielleicht ändern. Deutsche Forscher entdeckten Moleküle im Blut, die mit grosser Zuverlässigkeit auf eine Reihe von Krankheiten hindeuten, darunter auch MS.

Eine sichere Diagnose erleichtert MS-Betroffenen die Entscheidung für eine Therapie, die das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen oder sogar verhindern kann. Und je früher die Behandlung eingesetzt wird, desto effektiver wirkt sie. Um MS sicher zu diagnostizieren, ist bis heute meist eine Magnet-Resonanz-Tomographie notwendig. Das verhältnismässig aufwändige Verfahren könnte in Zukunft jedoch von einem einfachen Bluttest abgelöst werden.

Im Rahmen einer Studie entdeckten deutsche Forscher etwa 100 Mikro-Ribonukleinsäuren. Ihr Vorkommen im Blut gibt Aufschluss über bestimmte Erkrankungen. Auf dieser Basis konnten Blutprofile für 14 Krankheiten – u.a. für Multiple Sklerose – erstellt werden. Um einen praxistauglichen Test zu entwickeln, muss das Verfahren noch genauer erforscht werden.

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